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URSA reduziert Produktionskapazitäten für Glaswolle


Europas drittgrößter Dämmstoffhersteller schließt Werk für Industrie-Dämmstoffe in Wesel / Konsequente Konzentration auf das Hochbau-Geschäft

Wesel/Leipzig,
7.09.2005

Europas drittgrößter Dämmstoffhersteller schließt Werk für Industrie-Dämmstoffe in Wesel / Konsequente Konzentration auf das Hochbau-Geschäft

Wesel/Leipzig, den 7. September 2005 – Die Geschäftsleitung des Dämmstoffherstellers URSA Deutschland gab heute die Schließung ihrer Produktionsstätte in Wesel bekannt. Das seit 1970 bestehende Werk lieferte hauptsächlich Spezialdämmstoffe für den industriellen Einsatz, aber auch Standardprodukte für den Hochbau.

Alle bisher von Wesel aus bedienten Kunden der Baubranche erhalten ihre Lieferungen unverändert innerhalb von 48 Stunden, allerdings aus anderen URSA-Werken. Das Industriegeschäft wird in den nächsten Wochen nach den Maßgaben Strategie, Wirtschaftlichkeit und Logistik komplett neu definiert. Alle danach verbleibenden Industrie-Aktivitäten werden aus den beiden Glaswolle-Werken in Delitzsch und St. Avold bedient.

Mit der Werksschließung in Wesel reagiert die Holding URSA International auf den Einbruch des deutschen Dämmstoffmarktes in 2005, so Geschäftsführer Heinz-Jakob Holland. Eine bereits vorgenommene Anpassung der Kapazitäten durch den Export der in Deutschland produzierten Dämmstoffe in ausländische Märkte sowie durch die Optimierung der Produktionsabläufe in den deutschen URSA-Werken konnte diesen Einbruch nicht vollständig kompensieren.

Mittelfristig erwartet URSA bis zum Jahr 2008 zwar eine Marktkonsolidierung, aber erst ab 2009 ein spürbares Wachstum im deutschen Dämmstoffmarkt. Auf diese für die dann folgenden Jahre prognostizierte Mengensteigerung würden die Produktionsstätten im sächsischen Delitzsch und ostfranzösischen St. Avold durch Modernisierungsmaßnahmen schon heute vorbereitet.

Mit neuester Produktionstechnik soll dort, vor allem mit Blick auf den für 2006 avisierten Gebäudeenergiepass, eine gute Ausgangsposition geschaffen werden. Der Aufbau weiterer Kapazitäten, z.B. am Standort Wesel, empfiehlt sich aus Sicht der Holding URSA International nicht. Da das Werk Wesel aber nur durch eine deutliche Erweiterung und hohe Investitionen die notwendige Produktivität erreichen könne, habe man sich im Einvernehmen mit der Geschäftsführung der URSA Deutschland für eine Schließung des Werkes entschieden.

Direkt betroffen von der Schließung sind in Wesel 76 Mitarbeiter. „Wir bedauern diese Entwicklung zutiefst, zumal sie vor dem Hintergrund des sehr hohen Einsatzes unserer Weseler Beschäftigten besonders hart ist“, so Personalleiter Volker Nürnberg.
Er betont: „Aus diesem Grund werden in den Gesprächen mit unserem Weseler Betriebsrat zum Interessenausgleich und Sozialplan die Belange dieser Mitarbeiter eine herausragende Rolle spielen.“

Europas Nr. 3 setzt auf den Hochbau
Die URSA Deutschland GmbH befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der spanischen Uralita Gruppe. Mit den Kernprodukten Glaswolle, XPS und Folien ist URSA europaweit die Nr. 3 im Dämmstoffmarkt. URSA Deutschland beschäftigt an 5 Standorten in Deutschland und Frankreich 550 Mitarbeiter.
Produktentwicklung und Produktionstechnik werden gemäß den  internationalen Zielen des Unternehmens auch in Deutschland zukünftig auf die Bedürfnisse des Hochbaus ausgerichtet. Das Industriegeschäft wird nach der Werksschließung Wesel nur in reduziertem Umfang weitergeführt.

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