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Wachsen im Zentrum Europas


Am 1. Mai des Jahres wurde Heinz-Jakob Holland zum Geschäftsführer der URSA Deutschland GmbH berufen. Seither verantwortet er die Entwicklung des Dämmstoffspezialisten in den Märkten Deutschland, Schweiz und Dänemark. „Wir fühlen uns wie Unternehmensgründer“, so Holland sichtlich motiviert im Gespräch mit der Redaktion.

Wesel,
2.09.2005

„Nach Jahren mit Fusion, Eigentümerwechsel und Aufbau einer neuen Organisation können und müssen wir bei URSA jetzt noch viele Strukturen etablieren, die wir als Grundlagen einer erfolgreichen Unternehmensführung erkannt haben“, so das Fazit des erfahrenen Managers nach den ersten Monaten im neuen Amt. Alle Management-Positionen sind inzwischen mit Branchenkennern besetzt. „Die Dämmstoff-Experten von Pfleiderer und Poliglas, die auch heute noch zum Team gehören, wachsen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen zusammen – ein gemeinsames Selbstverständnis entsteht und das junge Unternehmen URSA entwickelt eine Identität, die das Management sehr sorgsam pflegen und gestalten wird.“  

Rentabilität trägt Qualität
Mitarbeiterqualifikation, verstärkter Gedankenaustausch zwischen den Werken, umfassende und offene Informationen für Mitarbeiter und Kunden – hörbar setzt das Management auf einen gesunden Firmengeist in einem gesunden Körper: „Die URSA Deutschland GmbH wurde von meinen Vorgängern zu einer guten Rentabilität geführt, auf der wir nun aufbauen und neu starten können“, so Holland, der als engagierter Verfechter einer gesunden Preisgestaltung in der gesamten Wertschöpfungskette gilt.

Vor allem das Engagement der Menschen im URSA Kundenzentrum, die Flexibilität der Organisation, Produktqualität und Liefertreue tragen heute den soliden Erfolg des Unternehmens mit Glaswolle und XPS. Millionen Euro schwere Investitionen der Holding URSA International in die Werke Delitzsch und St. Avold stärken gleichzeitig gerade die Werke, aus denen auch der größte Teil des Bedarfs im deutschen Markt gedeckt wird.

Moderne Werke an idealen Standorten
„Beide Werke verfügen zukünftig über Produktionsanlagen auf
dem neuesten Stand der Technik. In Delitzsch wird Glaswolle, im unmittelbar benachbarten Werk Queis XPS hergestellt. St. Avold vereinigt Glaswolle- und XPS-Produktion unter einem Dach“, so Holland. Das schafft die Basis dafür, dass die deutsche Tochter zukünftig ihr Sortiment strikt orientiert an den Bedürfnissen des Marktes entwickeln kann. Zwar würden die in den Werken nach den Erweiterungen bereit stehenden Kapazitäten Märkte in ganz West- und Osteuropa bedienen, der deutsche Markt werde aber dennoch von einer logistisch idealen Situation profitieren können. „Ein Werk plus Lager direkt hinter der südwestlichen Grenze zu Frankreich, zwei benachbarte Werke plus Lager bei Leipzig – die rasant kurzen Lieferzeiten, die unsere Kunden so schätzen, werden wir damit noch einmal verbessern können.“
 
Konzentration auf den unabhängigen Baustoff-Fachhandel
Zentraler und wichtigster Partner des Unternehmens bleibt auch in der Zukunft der Baustoff-Fachhandel. „Wir machen gerade einmal
2 Prozent Umsatz in der DIY-Schiene und konzentrieren uns auf die Entwicklung bester Standard-Produkte für den Profi und am Rande für die Fertighausindustrie“, unterstrich Holland, der an die Zukunft von URSA auch in Deutschland glaubt.

„Wir sind die notwendige Alternative im Glaswollemarkt und anerkannter Lieferant einer sehr guten Qualität für Dach, Innenausbau und Fassade. Und URSA ist einer von vier nennenswerten XPS-Anbietern in Deutschland, dessen Marktanteil von rund 20 % zwar äußerst begehrt, aber gut abgesichert ist.“ In beiden Märkten würden Vertriebs- und Marketingaktivitäten in den kommenden Monaten deutlich verstärkt. Denn 2006, das Jahr der Energiepasseinführung, bedeute eine große Chance für alle Dämmstoffhersteller, die URSA konzentriert und im Schulterschluss mit Partnern in Industrie und Handel nutzen werde. Geplant seien allerdings keine „Zwangsehen“, mit denen Vertriebspartner genötigt werden sollen, bei bestimmten Herstellern Produkte unterschiedlicher Segmente zu kaufen.

„Trockenbau und Dämmung werden meist auf der gleichen Baustelle gebraucht, aber das heißt doch nicht, dass zu vernünftigen Preisen nur der einkaufen darf, der sich vorschreiben lässt, bei wem er bestellt“, kritisiert Holland, der die Position der URSA Deutschland so beschreibt: „Natürlich sagen auch wir unseren Kunden, mit welchen Produkten von welchen Herstellern unsere Dämmstoffe besonders gut harmonieren. Aber wir werden keinen Margendruck ausüben. URSA bleibt Spezialist für Dämmstoffe und das Management dieses Unternehmens hält die Unabhängigkeit des Fachhandels gerade für einen Qualitätsgaranten in der Branche, den es zu stärken gilt.“

Verlässlich für Handel und Verarbeiter, nachhaltig wertvoll für Bauherren und Umwelt – auf diese kurze Formel bringt Holland das Programm des Unternehmens im Markt. „Die Menschen bei URSA können stolz sein auf das, was sie anzubieten haben. Produkte, mit denen der Handel Geld verdient, die Umwelt geschützt wird und wir gemeinsam eine lebenswerte Zukunft für alle ermöglichen. In diesem Bewusstsein werden wir gemeinsam mit unseren Partnern Bauherren für eine in jeder Hinsicht gute Sache begeistern.“

Verantwortung ernst nehmen
Vorbei, so Holland, die Zeiten, in denen URSA vor allem durch eine aggressive Preispolitik von sich reden machte. „Die Menschen bei URSA tragen und übernehmen Verantwortung für den Markt, die Wertschöpfung auf allen Ebenen, für eine nachhaltige Gesundung der Branche ebenso wie für eine nachhaltige Verbesserung der Energiebilanz von Gebäuden.“ Eine Maßgabe, der sich zukünftig alle Entscheidungen in der Sortimentspolitik ebenso wie in der Produktion, im Vertrieb sowie für die Gestaltung strategischer Allianzen unterzuordnen hätten.  „Unsere Außendienstmitarbeiter werden bald komplett die Ausbildung zum Energiefachberater abgeschlossen haben – das ist nur ein Beispiel für die neue Politik der URSA Deutschland,“ konkretisiert Holland. „Kompetent und auf Augenhöhe wollen wir mit den Speziaisten im Baustoff-Fachhandel ebenso wie in der Industrie die Chancen der nächsten Jahre nutzen.“

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